Stellungnahmen und Positionspapiere 2015

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Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher des Bundesministeriums für Familien, Frauen, Senioren und Jugend

1. Ausgangssituation

Das BMFSFJ hat mit Schreiben vom 09.06.2015 den Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher vorgelegt und um Stellungnahme bis zum 26.06.2015 gebeten.
Die DGKJP hält es für unbedingt erforderlich hier entsprechend zu reagieren, da die Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlinge (UMF) oftmals schwerst traumatisiert nach Deutschland kommen und entsprechend insbesondere auch therapeutischer Versorgung bedürfen (vgl. die Stellungnahme der kinder- und jugendpsychiatrischen Verbände vom 31.10.2014).

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Positionspapier zur einheitliche Dienstkleidung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, –psychosomatik und –psychotherapie

Die Weiterentwicklung der Arbeit im Fach Kinder- und Jugendpsychiatrie, –psychosomatik und –psychotherapie ist national wie international an vielen Veränderungen erkennbar. Eine davon ist die nahezu vollständige Abkehr von medizinischer Einheitskleidung hin zum Tragen von individueller Privatkleidung in Kliniken und Praxen. Diese Praxis ist sowohl im klinisch-psychotherapeutischen Arbeitsalltag als auch zunehmend in der Kinderheilkunde zum Standard geworden.

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Gemeinsame Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Asylverfahrensgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz und anderer Gesetze vom 21.09.2015

Die Bundesregierung hat am 21.09.2015 den Entwurf eines Gesetzes zum Asylverfahrensgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz und anderer Gesetze vorgelegt.

DGKJP, BKJPP und BAG KJPP freuen sich, dass die Bundesregierung der Thematik nun verstärkt Beachtung schenkt. Dennoch sehen wir gerade im Bereich der Gesundheitsversorgung noch weiteren Handlungsbedarf.

Als wissenschaftliche Fachgesellschaft und Fachverbände, die sich für die seelische Gesundheit von Kindern einsetzen, weisen wir zunächst darauf hin, dass wir es für sinnvoll halten, Leistungen für Kinder und Jugendliche an zentraler Stelle zu bündeln, und nicht wie bislang in vielen verschiedenen Gesetzen zu verorten (AsylblG, SGB V, SGB VIII, SGB XII). Dies würde, eine größere Übersichtlichkeit schaffen. Sollte dies unrealistisch sein, sollte in der Gesetzesbegründung explizit an einer Stelle ein Überblick über alle Änderungen und Maßnahmen die Kinder und Jugendliche betreffen (begleitet und unbegleitet) gegeben werden.

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Zusammenarbeit der Kinder- und Jugendpsychiatrie/ -psychotherapie mit der Kinder- und Jugendhilfe

I. Ausgangslage:

Das Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie/ -psychotherapie (KJPP) ist ein medizinisches Fach  an der Schnittstelle  zu anderen Professionen, mit denen es innerhalb der Kliniken und Praxen, aber auch außerhalb dieser regelmäßig zusammenarbeitet. Neben Schule und Berufsbildung ist vor allem die Kinder- und Jugendhilfe (KJH) ein wichtiger Partner. In den letzten Jahren haben sich einige Veränderungen im Bereich der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung ergeben. Die Zahl der niedergelassenen Fachärzte ist deutlich angestiegen, derzeit sind 1014 Fachärzte in Praxen tätig (KBV, persönliche Mitteilung, Stand Jan. 2015). Niedergelassene Fachärzte können im Rahmen der Sozialpsychiatrievereinbarung (SPV) eine umfassende, multiprofessionelle Behandlung der Patienten anbieten. In Deutschland bestehen zum Jahresanfang 2015 ca. 720 SPV-Praxen (Hagen, 2015). Im klinischen Bereich  fand einerseits ein Abbau der Bettenkapazitäten, andererseits ein Aufbau von tagesklinischen, meist wohnortnahen Versorgungsangeboten, sowie die Gründung von wohnortnahen Institutsambulanzen statt. Insgesamt  gibt es knapp 6.000 stationäre bzw. teilstationäre Behandlungsplätze in Deutschland. Bei einem Anstieg der Fallzahlen in den Kliniken um ca. 270% seit den 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts sank gleichzeitig die durchschnittliche Verweildauer der stationär behandelten Patienten drastisch, nämlich   von 1991 bis 2011 um 70%, d.h. von ca. 126 Tagen auf ca. 38 Tage. Die Auslastungsquote der Kliniken ist zudem deutlich gestiegen.