Pressemitteilungen 2014

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Kinderpsychiatrien in der Nachkriegszeit - DGKJP reagiert auf Leid der Betroffenen

Kinderpsychiatrien in der Nachkriegszeit: Das Leiden der Betroffenen anerkennen

Nach Ulmer Kamingespräch fordert Fachgesellschaft öffentliche Verantwortung und fördert die Aufarbeitung

Sie waren uneheliche Kinder, kamen aus schwierigen Familien und entsprachen nicht den damaligen gesellschaftlichen Normen. Mit dem Etikett „schwachsinnig“ versehen erlebten Kinder und Jugendliche von der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre in deutschen Psychiatrien Gewalt, Demütigung, Ruhigstellung und Rechtlosigkeit – zum Teil über Jahre hinweg.
Beim Ulmer Kamingespräch der Reihe „Aufarbeitung und Missbrauch“ berichteten am 23. Juni 2014 Betroffene über ihre schockierenden Erlebnisse und darüber, wie ihre Erfahrungen ihr Leben geprägt haben. Sie kamen auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP), der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie und dem Kompetenzzentrum Kinderschutz in der Medizin in Baden-Württemberg. Als Konsequenz aus dem Gespräch teilte der Vorstand der DGKJP heute mit, dieses düstere Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte aufzuarbeiten und sich für die öffentliche Anerkennung des Leides der Betroffenen und deren Entschädigung einzusetzen.

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„Gewalt in Kinder- und Jugendpsychiatrien: Geschlagen, missbraucht – Hölle Kinderpsychiatrie“

Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie zu den WDR Beiträgen über die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marsberg sowie die Klinik am Hesterberg in Schleswig in der Nachkriegszeit

(Prof. Dr. J. M. Fegert)

Erklärung

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, des einzigen Fachverbandes, der zum Zeitpunkt der in Frage stehenden Taten in Deutschland bestand, hat aus Anlass des WDR Beitrags "Gewalt in Kinder und Jugendpsychiatrien: Geschlagen, missbraucht- Hölle Kinderpsychiatrie" folgende Erklärung abgegeben: